Projekt Antiaggressionstraining

An der Mittelschule Osterhofen fand für ausgewählte Schüler aus der Jahrgangsstufe 8 an drei Tagen das Projekt „Kampfesspiele“ statt. Das Projekt wurde in einem dreiwöchigen kostenlosen Kurs von der Jugendsozialarbeiterin Frau Julia Dörfler und der Lehrkraft Frau Tamara Schreder angeboten.
Kampfesspiele sind viele verschiedene, oft verblüffend einfache Methoden, mit anderen die eigene Kraft zu messen. Sie bieten Jugendlichen die Chance, in einem überschaubaren und reglementierten Feld ihre Kraft zu erproben, sich anzustrengen und auch an ihre Grenzen zu stoßen. Die Jungen erhalten zudem auch die Möglichkeit,  im wörtlichen Sinne „aggressiv“ zu sein, nämlich aktiv und initiativ zu agieren. Außerdem können die Schüler mithilfe des Projektes Freundschaften knüpfen.
In der Turnhalle begann man sodann mit einem Aufwärmspiel, legte dann Matten aus, auf denen die Kämpfe ausgetragen wurden, und klärte die drei wichtigsten Regeln, die lauteten: Ich lache niemanden aus, ich kämpfe freiwillig und ich darf „Stopp“ sagen, sobald mir etwas Unfaires auffällt. Der kämpfende Schüler wählte seine Gegner selber aus, wobei nicht jeder Gegner einwilligen musste. Jeder individuelle Kampfesakt wurde mit der Zusicherung jedes Teilnehmers mit „Ich kämpfe fair“ begonnen und mit der Frage „Habe ich fair gekämpft?“ an die anderen, die diese darauf beantworteten, beendet.
Innerhalb der Gruppe sollten die Jungen Spaß an der Bewegung haben, sich selbst spüren, die eigene Kraft und auch die Grenzen einschätzen können, einen stabilen Stand ausbilden, mit einem Gegenüber Kontakt aufnehmen, sowie mit männlicher Kraft und Aggression positiv umzugehen. Sie sollten einen Ausgleich zur übermäßigen Beschäftigung mit elektrischen Medien erfahren und Respekt und Fairness trainieren.
Das Projekt hat sowohl den Schülern als auch den beiden Lehrkräften Spaß gemacht und der Zweck, Schüler in ihrem Selbstbild zu bekräftigen, konnte auf keine andere Weise besser erfüllt werden.