„Einmal online – immer online“

Polizei warnt Schüler vor den vielfältigen Gefahren im Umgang mit dem Internet

Leitender PHK H. Krämer von der Polizeidienststelle Plattling informierte die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Mittelschule Osterhofen in einem aufschlussreichen Vortrag über die versteckt lauernden Gefahren des Internets. So warnte der Referent vor den verschiedenen Möglichkeiten der Abzocke z.B. durch Abo-Fallen, wenn man das Kleingedruckte nicht genau liest oder wie wichtig es ist, in Chatrooms nicht zu vertrauensselig zu sein. Private Daten, die oft leichtsinnigerweise bekanntgegeben werden, können fatale Folgen haben, da man z.B. an einen Pädophilen geraten könnte. Auch bei dem vielgenutzten Facebook sollten die Schüler die Einstellung „nur Freunde“ wählen, damit Bilder und andere Informationen nicht für jedermann einsehbar sind.

Außerdem machte der Polizist auf die Urheberrechtsverletzungen aufmerksam. Der illegale Download eines Liedes wird mit ca. 200 € bestraft, was sich auch auf mehrere Tausend Euro aufsummieren kann. Mit einem Filmbeispiel führte der Polizist den Schülern vor Augen, zu welchen Folgen Cybermobbing sowohl strafrechtlich (Beleidigung, üble Nachrede) als auch bei den Opfern führen kann. Ebenso folgenreich, so zeigte H. Krämer auf, sei aktuell der Umgang mit Selfies, Posing und Sexting, denn Veröffentlichungen im Netz sind meist nicht mehr rückgängig zu machen: „Einmal online – immer online“. Großes Staunen breitete sich aus, als die Schüler erfuhren, dass die Polizei Handys u.a. als Beweismittel einziehen kann. Wenig Zustimmung durch die Schüler fand der Vorschlag des Polizisten, dass Eltern die Handys ihrer Kinder kontrollieren sollten, um strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Organisiert wurde der Vortrag von der für die Jugendsozialarbeit an der Schule Verantwortlichen Nadine Kramhöller mit den Klassenleitern der 6. Jahrgangsstufe Karola Schmid und Cornelia Neuhierl.