Meine Schwester An(n)a

„Junge Hunde“, das junge Ensemble vom Theater an der Rott gastiert an der Mittelschule Osterhofen

Was ist eigentlich Bulimie? Mit diesem Einstieg führte die Psychologiestudentin Karin, gespielt von Johanna Martin, in eine Geschichte von ihr und ihrer Schwester Anna ein.

Anna ist so alt wie die Schüler im Raum. Sie ist in der Schule eine Musterschülerin, spielt Cello und hat eine normale Figur. Zuhause wird sie jedoch  von der Mutter dazu gedrängt eine Diät zu machen, auch ihr Vater hält ihr des Öfteren unter die Nase, dass sie einen „Breitarsch“ habe. Tagsüber halten sich beide Schwestern an die Trennkost und abends kommt es dann immer wieder zu Fressattacken.

Mit wenig Requisiten, aber großem schauspielerischen Können führte die Schauspielerin die Schüler der 8. Klassen in die Lebens- und Gefühlswelt der Protagonistin ein. Sie brachte den Schülern eindrucksvoll nahe, wie es zu einer Essstörung kommen kann und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

Im Anschluss an das Theater führte die Theaterpädagogin Gabriela Schmid mit den Schülern ein intensives Gespräch über Essstörung, Bulimie und Unterstützungsmöglichkeiten. In diesem Rahmen wurde auch Fr. Nadine Kramhöller, Jugendsozialarbeiterin an der Mittelschule Osterhofen, welche das Theater „Meine Schwester An(n)a“ organisiert hat, als Ansprechpartner für die Schüler benannt.