Gemeinsam stark

 

Osterhofen. "Ich hätte mir nicht gedacht, dass Arbeit so viel Spaß machen kann!": Aus dieser Aussage hört man deutlich heraus, wie gut das erlebnispädagogische Teamtraining den Achtklässlern der Mittelschule Osterhofen gefallen hat. Beim selbst organisierten Aufenthalt lernten sie ihre Mitschüler von einer ganz anderen Seite kennen und haben begriffen, worauf es bei Teamarbeit wirklich ankommt.

Ziel des Konzepts ist es, die Persönlichkeit der einzelnen Schüler zu stärken und sie für die Arbeit in der Gruppe zu begeistern. Dazu gilt es unterschiedliche Ansichten zu akzeptieren und zu verstehen, dass im Team Aufgaben leichter bewältigt werden können. Nicht zuletzt sollte das Teamtraining den Zusammenhalt zwischen den drei achten Klassen fördern.

Grundlage dafür war der viertägige Aufenthalt im Selbstversorgerhaus "Ferienhof Erlach" bei Velden an der Vils (Lkr. Landshut). Die drei Klassen bereiteten sich über ein halbes Jahr auf den Aufenthalt vor. Dabei organisierten die Schüler unter anderem die Unterkunft, einen Bus und planten die Mahlzeiten, die sie selbst zubereiteten. Die Klassleiter Martin Aichner, Florian Dick und Elisabeth Staudinger sowie Fachlehrerin E/G Manuela Weber waren Garant für eine gelungene Durchführung.

Abwechselnd wurden die Schüler für die Zubereitung der Mahlzeiten eingeteilt. Dabei mussten sie für die leibliche Verpflegung inklusive aller vorheriger Planungs- und anschließender Reinigungsarbeiten in Küche und Speiseraum sorgen, was den Jugendlichen hervorragend gelang. Bereits im Vorfeld hatten die Schüler im Fach Soziales eine Rezeptsammlung angelegt, die sich für die Verköstigung einer größeren Gruppe eignete. Diverse Gruppenaufgaben stellten die in ihrer Zusammensetzung stets wechselnden Kleingruppen immer wieder vor neue Herausforderungen. Kernbereiche der Gruppenarbeit waren Nähe und Abstand im Team, teamförderliche Kommunikation, erfolgreiche Zusammenarbeit und Vertrauen.

Kreativ konnten die Schüler bei der Aufführung eines Schattentheaterstückes und beim Bau einer selbst konstruierten Kugelbahn aus Alltagsgegenständen werden. Mit Feuereifer gingen die Schülerinnen und Schüler ans Werk und entdeckten dabei, dass mit klaren Absprachen, guten Vorüberlegungen und lobenden, aufmunternden Worten vieles machbar war, was sonst nicht zu lösen gewesen wäre. Dabei war es ausgesprochen interessant zu beobachten, wie sich im Lauf der Zeit dynamische Gruppenprozesse entwickelten, die dann auch gewinnbringende Erkenntnisse zur Folge hatten. −oz

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